

In der Zeichen-Palette von Adobe® InDesign® sowie in den Menüs für die Zeichen- und Absatzformate taucht mehrfach der Begriff „Formatsätze“ im Zusammenhang mit OpenType-Schriften auf. Hinter diesem unscheinbaren Aufklappmenü mit den Sätzen 1–20 verbirgt sich eine äußerst mächtige Funktion, um auf die vielen alternativen Zeichen gut ausgebauter OpenType-Schriften zugreifen und sie nach Herzenslust zu mischen. Natürlich setzt das voraus, dass eine entsprechend gut ausgestattete OpenType-Schrift vorliegt. Praktischerweise liefert Adobe einige geeignete Schriften mit, so dass gleich mit den Formatsätzen experimentiert werden kann.
Welche Vorteile bieten Formatsätze?
Ohne Formatsätze bleiben nur zwei Möglichkeiten, auf alternative Zeichen zuzugreifen: entweder man gibt sie mit der Glyphen-Palette von Hand ein, oder man bedient sich der Suchen-und-Ersetzen-Funktion und ersetzt Zeichen nach ihrer Glyphen-Nummer. Beide Lösungen sind sehr mühselig.
Wenn der Schriftkünstler dagegen die Formatsätze belegt hat, muss der Designer, der mit der Schrift arbeitet, nur einmal die gewünschte Kombination der Formatsätze auswählen und in einem Absatzformat speichern. So kann er sich z. B. für das Q mit dem langen Schwanz, aber gegen das lange s entscheiden.
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