„Panda auf der Jagd nach schlechtem Content!“ lautet es seit wenigen Wochen in der SEO-Szene der professionellen Suchmaschinen-Optimierer und vermeintlichen Gegenspieler von Google. Für mich stellt sich das dar wie ein ständiges Katz- und Maus-Spiel: Google entwickelt in regelmäßigen Abständen neue Updates, die dafür sorgen sollen, dass die Effizienz von Suchmaschinenergebnissen stetig verbessert werden. Die Gegenseite ist stets auf der Hut: Bis zur letztendlichen Veröffentlichung der Updates haben professionelle Suchmaschinen-Optimierer bereits eine Vielzahl der Sites entsprechend den neuen Anforderungen überarbeitet, um auf der Jagd nach Platz 1 im Rennen zu bleiben.
Was erwartet Google?
Google erwartet – nach meinem aktuellen Verständnis – schlicht und ergreifend: „Guten Content“. Oder anders ausgedrückt: „Authentizität und Mehrwert in den Inhalten“. Das letzte Update, genannt „Panda“, kam mit Neuerungen von Amerika nach Deutschland, die sich gegen gezielte Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung richteten. Ziel ist es, inhaltlich schwache Seiten zurückzustufen und Seiten mit hoher Relevanz, Mehrwert für den Nutzer sowie Aktualität auf den Ergebnisseiten nach oben zu bringen. Google wird nicht müde zu betonen, dass es im Ranking stets um „Guten Content, schlechten Content“ geht.
Was ist guter oder schlechter Content?
Keine leichte Frage – bzw. eine Frage, die sich von offizieller Seite nur mit einem Negativbeispiel beantworten lässt: eine Textpassage, die Google als Veranschauungsmaterial veröffentlichte:
Ein Bett ist ein wichtiges Möbelstück, denn man kann darin schlafen. Die meisten Leute schlafen nachts. Man kann billige Decken im Laden kaufen. Eine Decke hält nachts warm. Man kann aber auch einen günstigen Heizlüfter kaufen. Der Heizlüfter ist in vielen Fällen die bessere Option, denn er produziert mehr Wärme und kann im Sommer abgestellt werden, wenn man den Frankreich Urlaub bucht.
Vielleicht etwas übertrieben, aber der Kern der Sache ist erkennbar: Hier geht es um einfachen, sinnfreien Text, der sich wiederholt und auf bestimmte Keywords und Anchor-Texte (verlinkte Textpassagen) abzielt. Die Google-Bots, die im Auftrag der Suchmaschine als Roboter von Seite zu Seite springen und Texte auslesen, sind mit Algorithmen versehen, die immer cleverer werden und in der Lage sind, Retorten-Texte zu erkennen, die es lediglich auf eine gute Platzierung abgesehen haben.
Wie kann ich meine Google-Platzierung verbessern?
Gestalten Sie Inhalte, die so gut sind, dass externe Links auf natürliche Weise entstehen – einfach nur aufgrund dessen, weil andere den Inhalt für „teilbar“ erachten. Google ist mittlerweise sehr gut darin, zu analysieren, welche Inhalte wertvoll und für den User relevant sind. Eine Anzahl an Links, die über das normal Maß hinaus gehen, führt zu „Abstrafungen“, ebenso wie der Einsatz von zu vielen Keywords. Selbstverständlich spielt Aktualität nach wie vor eine sehr große Rolle – Robots lieben „frischen Content“.
Und wenn dann noch nichts passiert?
Dann haben Sie noch nicht lange genug gewartet! Google beobachtet, analysiert, vergleicht und bewertet. Und das natürlich über einen längeren Zeitraum, der kurzfristigen Optimierungsmaßnahmen kaum Chancen gibt. Nur wer langfristig am Ball bleibt und das Thema „Redaktion“ ernst nimmt, wird von Google belohnt.




